Theater in Social Media: Big Films with Smart Phones

Studiobühne

10. und 11. Februar 2017 im Theatersaal, 19:30 Uhr (zusätzlich nun am 9. und 10. März 2017!)
Eine innovative Videoinstallation feiert ihre Wiederaufnahme

„Big Films with Smart Phones“ – eine innovative Videoinstallation feiert ihre Wiederaufnahme

Bochum. „Big Films with Smart Phones“ ist eine experimentelle Videoinstallation, die Studierende verschiedener Fachrichtungen der Ruhr-Universität Bochum gestaltet haben. Fast alle Filme wurden ausschließlich mit Smartphones gedreht und zeigen, dass Mobiltelefone durchaus kreatives Potential freisetzen können, statt seinen Besitzer zum Sklaven von Apps und des „Immer-erreichbar-seins“ zu machen. Bereits Mitte Februar war „Big Films with Smart Phones“ im Musischen Zentrum der RUB zu sehen.



Filmpräsentation als Erkundung
In ihren Motiven und ihrer Inszenierung grenzt sich die Videoinstallation von etablierten Film- und Fernsehkonventionen ab. Die Stile der Videos reichen von essayistischer Dokumentation über experimentellen Horror bis hin zu absurder Komik. Die Sehgewohnheiten des Publikums werden gebrochen und neue filmische Ausdrucksmöglichkeiten erforscht. Dies zeigt sich nicht nur im Inhalt der Videos, sondern auch in ihrer Präsentation. Der Zuschauer erkundet eine Projektionslandschaft, in der Raum und Film zu einer Einheit verschmelzen.

Alpines Filmerlebnis im Liegen
Ein Film der Brüder Leonhard und Maximilian Wenzel entstand in den Schweizer Alpen und zeigt unter anderem großartige Naturaufnahme von schneebedeckten Gipfeln. Um völlig in diesen malerischen Aufnahmen zu versinken, können sich die Zuschauer in einem weißen Raum auf Kissen legen und an die Decke blicken. Durch das Nutzen der Decke als Projektionsfläche entsteht eine neue Sicht, die nahezu das gesamte Gesichtsfeld des Betrachters ausfüllt und zum Verweilen einlädt.
Mehr als 3-D
3-D Filme, wie sie in großen Multiplex-Kinosälen zu sehen sind, findet man in der Videoinstallation „Big Films with Smart Phones“ nicht. Stattdessen vereinnahmt die Installation alle Sinne des Publikums. So beanspruchen einige Werke auch den Tast-, Geruchs- und sogar Geschmackssinn der Zuschauer. Einige inszenierte Räume riechen anders, in anderen können die Zuschauer Essen zu sich nehmen oder mit weichen, roten Bettdecken kuscheln.


Regie: Kai G. Bernhardt

Kartenreservierung: mz-theater@rub.de