Geschichte des Musischen Zentrums

1962 stand in der Denkschrift des Gründungsausschusses: „Im Musischen Zentrum sollten alle nicht an bestimmte Disziplinen oder Abteilungen gebundenen freiwilligen musischen Bemühungen die Pflegestätte finden“. Eine 1966 eingesetzte Senatskommission erarbeitete einen konkreten Plan für das Musische Zentrum und bündelte alle künstlerischen Aktivitäten - von Chor- und Orchester bis Studentenkabarett, Jazz-Ensemble und Puppenspiel – unter vier Rubriken: „akademische Musikpflege“, „Bildnerisches Gestalten“, „Studiobühne“ und „Künstlerische Photographie und Film“.

Die meisten der Arbeitsgruppen wurden zunächst von Studierenden organisiert, sukzessive kamen hauptamtliche Lehrkräfte: 1968 Hans-Jürgen Schlieker (Bildende Kunst), 1970 Henning Friedrichs (Musik), 1975 Günther Wille (Studiobühne) und 1985 Felix Freier (Fotografie). Hans Jaskulsky leitete den Bereich Musik von 1979 bis 2016. 2016 übernahm Nikolaus Müller den Bereich. Im Bereich Bildende Kunst löste Heinrich Koch Hans-Jürgen Schlieker ab und arbeitete bis 2012 als Bereichsleiter. Der Bereich wird seit 2012 von Ortrud Kabus kommissarisch geleitet. Seit 1999 leitet Karin Freymeyer den Bereich Studiobühne.

Von Anfang an war auch geplant, alle Bereiche des Musischen Zentrums an einem Ort unterzubringen, als Teil eines großzügigen Campus-Designs: "Und vor allem die Bauten des Forums mit ihren Klubeinrichtungen, den Diskussionsräumen, dem Musischen Zentrum, der Bibliothek […], mit drei Cafeterien, und den Einrichtungen des Kurzzeitsports – zwei Hallen, mehrere Tennisplätze, Spiel- und Liegewiesen – und nicht zuletzt das Forum mit seinen Grünanlagen, alle diese Einrichtungen sollen 1973 zur Verfügung stehen". Aus finanziellen Gründen verzögerte sich der Bau. Das Gebäude des Musischen Zentrums wurde erst am 30. Mai 1984 eingeweiht.
Aus finanziellen Gründen wurde 2017 auch ein Bereich des Musischen Zentrums gestrichen. Ab 2020 gehen die Bereiche Bildende Kunst und Fotografie im neuen Bereich Künstlerische Gestaltung und visuelle Medien auf.