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Überblick

Neue Ausstellung im Musischen Zentrum der Ruhr-Uni.

Überblick

Ab dem 7.12., wird im Foyer des Musischen Zentrums unter dem Titel „Überblick“ eine Ausstellung eröffnet, die einen Querschnitt durch das Schaffen der Teilnehmer des Bereichs Bildende Kunst zeigt.
Zu betrachten sind Werke aus allen Kursen und auch in freier Arbeit Entstandenes: Die Schau versammelt Arbeiten unterschiedlicher Themen und Techniken, so zum Beispiel: Objektzeichnungen und Farbstudien aus dem Basiskurs „Malen und Zeichnen“, gute Anfänger-Radierungen ebenso wie solche von Fortgeschrittenen, die mit den Raffinessen der Technik vertraut sind, Ergebnisse des neu eingeführten Keramik-Kurses und perfekte Rahmengestaltungen nach historischen Vergolder-Techniken. Besonders gut frequentiert ist derzeit der Aktzeichenkurs, dessen Ergebnisse eine breite Vielfalt der zeichnerischen Möglichkeiten zeigen.

„In unserem Bereich geht es vor allem um eine bewußte sinnliche Wahrnehmung und um einen sehr direkten Zusammenhang zwischen der eigenen, körperlichen Aktion und ihrem materiellen Ergebnis. Das ist so in der digitalen Welt nicht mehr gegeben, gehört aber zu den grundlegenden menschlichen Erfahrungen. Umso wichtiger ist es auch gerade hier an der Uni: mit den eigenen Händen etwas zu schaffen.“ so die kommissarische Bereichsleiterin Ortrud Kabus


Die Ausstellung ist vom 7.12.2018 bis zum 10.3.2019 im Foyer des Musischen Zentrums, direkt an der „Unibrücke“ zu sehen.
Öffnungszeiten: Mo bis Fr von 9 bis 21 Uhr, Sa von 9 bis 16 Uhr.
Vom 22.12. bis 6.1. ist das MZ geschlossen.

Naturstudien

Studierende zeigen ihre Arbeiten im Botanischen Garten.

Naturstudien
Lupe

Der Botanische Garten ist immer einen Besuch wert. Neben letzter Blütenpracht zeigt sich derzeit die Vielfalt der Baumarten in ihren unterschiedlichen Herbstfärbungen und in den Schaugewächshäusern läßt es sich auch bei naßkaltem Schmuddelwetter von südlicheren Gefilden träumen.
Ab dem 31.10. können aber Pflanzen und Blüten nicht nur im Original betrachtet werden, denn eine Ausstellung im kleinen Foyer der Gewächshäuser zeigt, was Studierende hier, im Botanischen Garten, beobachtet und in Zeichnungen und Aquarellen dokumentiert haben.
Die Arbeiten sind das Ergebnis eines Seminars, das der Bereich Bildende Kunst des Musischen Zentrums im Rahmen des Optionalbereichs für alle Studierenden anbietet.
„In erster Linie geht es mir um das bewuße Sehen-Lernen.“ so die Dozentin und Kommissarische Leiterin des Bereichs Bildende Kunst, Ortrud Kabus. Wer eine Pflanze oder Blüte richtig darstellen will, muß genau hinsehen: Wie ist die gebaut? Oft liegt ein erstaunlich geometrischer Bauplan zugrunde. Wie verlaufen die Blattadern? Wie ändert sich die Farbe eines Blütenblatts vom Grund zum Blattrand? usw.. All das regt dazu an, sich sein Objekt so genau anzusehen, wie vielleicht noch keine Blüte zuvor.
Und natürlich gibt es auch Herausforderungen der Darstellung: Wie kann ich Schatten darstellen? …die perspektivische Verkürzung? …die Tiefe eines Blütenkelches? …und wie ermische ich überhaupt diese Farbe?
In einem theoretischen Teil ging es auch um die Aspekte der Blumenmalerei in der Kunst- und Kulturgeschichte. So waren Pflanzenmotive schon immer und in allen Kulturen wesentliches Element von Ornamenten auf Gefäße, Stoffen, in Büchern und in der Architektur.
In ihrer Abschlußarbeit konnten sich die Studierenden ein Thema auswählen, unter dem sie sich zeichnend oder malend mit der Pflanzenwelt beschäftigten. So finden sich in der Ausstellung reine Konturen-Zeichnungen, Darstellungen, die die Geometrie einer Blüte in den Vordergrund stellen, realistische Farbstift-Zeichnungen und Aquarelle, ornamentale Entwürfe, Schmuckblätter für Texte und Gedichte, ein paar Skizzen für Blüten-Kleider und der Versuch, aus Blütenformen ein abstraktes System zu entwickeln.
Einige Teilnehmerinnen sind schon vorher talentierte Zeichner, die sich freuen, sich im Rahmen des Studiums einmal intensiv dieser Tätigkeit widmen zu können. Andere bringen nur ihre Erinnerungen an den Kunstunterricht mit und machen erste Erfahrungen mit dem Zeichnen „vor der Natur“. So spiegelt die Ausstellung auch die Vielfalt unterschiedlicher Begabungen und die Breite dessen, was während eines Semesters an einem Nachmittag pro Woche erarbeitet werden kann.