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Mit Bildern erzählen

Eine Ausstellung des Musischen Zentrums, Bereich Bildende Kunst

Bilderzquer

Seit Urzeiten, noch bevor es Schrift gab, wurden Bilder dazu genutzt, Geschichten zu erzählen. Erzählt wird, indem einzelne Szenen eines Bildes vom Betrachter als Phasen einer Handlung gelesen werden können oder die dargestellte Aktion ohne Mühe auf ein Vor- oder Nachher schließen läßt. Mit einer Fülle von Details, die nacheinander abgelesen werden müssen, kann über Dinge oder Situationen berichtet werden.
Noch deutlicher erzählenden Charakter haben Bildfolgen, wie wir sie heute vor allem im Comic kennen, die aber schon in der Gotik die biblische Geschichte auch für Analphabeten erlebbar machten.

Seit dem SS 18 haben sich Teilnehmer des MZ, Bereich Bildende Kunst, mit diesem Thema beschäftigt und individuelle Sujets und Lösungswege gefunden, um mit Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Fotografie, Objekten und Skulpturen zu erzählen.

Einige Beispiele:
Ganz klassisch erzählt Inge Kamphausen in einzelnen Farbradierungen von Schicksalen und Problemen der Menschen.
Mira Keßler läßt in 3 fotografischen Sequenzen rätselhafte und surreale Geschichten entstehen.
Surreal ist auch die gemalte Szene von Katzenmensch und menschengesichtigem Goldfisch, deren Ende Saskia Hemmelberg dem Betrachter überläßt.
Kira Selicke steuert eine Comic-Sequenz bei.
Doris Evertz schildert in großformatigen Ölbildern einen Tag in der Wüste.
Marlene Ruther und Locuratolo führen seit einigen Monaten Steh-Aktionen an verschiedenen Orten durch, die sie mit zahlreichen Bildern dokumentieren.

Auch abstrakte Bilder können erzählen: Monika Scholz´ vielschichtiges Bild läßt in einer Pollock-artigen Dripping-Technik den Vorgang seiner Entstehung nachvollziehen.

Ein Objekt von Ralf D´Atri, “Stroh zu Gold“, erinnert an das Märchen vom Rumpelstilzchen.
Eine umfangreiche Installation von Stephan Meyer mit authentischen Texten auf historisch zeitgemäß illuminierten Seiten illustriert die letzte Szene in Umberto Ecos „Name der Rose“.
Ebenfalls von Stephan Meyer stammen die kleinen Zyklopen, die die UB zur „Stadt der Träumenden Bücher“ (nach Walter Moers) werden lassen.
3 Holzfiguren von Elmar Träbert laden die Besucher dazu ein, selbst aktiv zu werden und mit ihnen eine jeweils neue Szene zu stellen.

All diese und weitere Werke von Teilnehmern des Bereichs Bildende Kunst können ab dem 23.1.19 in der UB entdeckt und betrachtet werden.


Zu Eröffnung am 23.1. um 18 Uhr sind alle herzlich eingeladen.
Die Ausstellung ist vom 23.1. bis zum 31.3.2019 in der Uni-Bibliothek zu sehen.

Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 8 bis 24 Uhr
Sa: 11 bis 20 Uhr
So: 11 bis 18 Uhr


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Überblick

Neue Ausstellung im Musischen Zentrum der Ruhr-Uni.

Überblick

Ab dem 7.12., wird im Foyer des Musischen Zentrums unter dem Titel „Überblick“ eine Ausstellung eröffnet, die einen Querschnitt durch das Schaffen der Teilnehmer des Bereichs Bildende Kunst zeigt.
Zu betrachten sind Werke aus allen Kursen und auch in freier Arbeit Entstandenes: Die Schau versammelt Arbeiten unterschiedlicher Themen und Techniken, so zum Beispiel: Objektzeichnungen und Farbstudien aus dem Basiskurs „Malen und Zeichnen“, gute Anfänger-Radierungen ebenso wie solche von Fortgeschrittenen, die mit den Raffinessen der Technik vertraut sind, Ergebnisse des neu eingeführten Keramik-Kurses und perfekte Rahmengestaltungen nach historischen Vergolder-Techniken. Besonders gut frequentiert ist derzeit der Aktzeichenkurs, dessen Ergebnisse eine breite Vielfalt der zeichnerischen Möglichkeiten zeigen.

„In unserem Bereich geht es vor allem um eine bewußte sinnliche Wahrnehmung und um einen sehr direkten Zusammenhang zwischen der eigenen, körperlichen Aktion und ihrem materiellen Ergebnis. Das ist so in der digitalen Welt nicht mehr gegeben, gehört aber zu den grundlegenden menschlichen Erfahrungen. Umso wichtiger ist es auch gerade hier an der Uni: mit den eigenen Händen etwas zu schaffen.“ so die kommissarische Bereichsleiterin Ortrud Kabus


Die Ausstellung ist vom 7.12.2018 bis zum 10.3.2019 im Foyer des Musischen Zentrums, direkt an der „Unibrücke“ zu sehen.
Öffnungszeiten: Mo bis Fr von 9 bis 21 Uhr, Sa von 9 bis 16 Uhr.
Vom 22.12. bis 6.1. ist das MZ geschlossen.

Naturstudien

Studierende zeigen ihre Arbeiten im Botanischen Garten.

Naturstudien
Lupe

Der Botanische Garten ist immer einen Besuch wert. Neben letzter Blütenpracht zeigt sich derzeit die Vielfalt der Baumarten in ihren unterschiedlichen Herbstfärbungen und in den Schaugewächshäusern läßt es sich auch bei naßkaltem Schmuddelwetter von südlicheren Gefilden träumen.
Ab dem 31.10. können aber Pflanzen und Blüten nicht nur im Original betrachtet werden, denn eine Ausstellung im kleinen Foyer der Gewächshäuser zeigt, was Studierende hier, im Botanischen Garten, beobachtet und in Zeichnungen und Aquarellen dokumentiert haben.
Die Arbeiten sind das Ergebnis eines Seminars, das der Bereich Bildende Kunst des Musischen Zentrums im Rahmen des Optionalbereichs für alle Studierenden anbietet.
„In erster Linie geht es mir um das bewuße Sehen-Lernen.“ so die Dozentin und Kommissarische Leiterin des Bereichs Bildende Kunst, Ortrud Kabus. Wer eine Pflanze oder Blüte richtig darstellen will, muß genau hinsehen: Wie ist die gebaut? Oft liegt ein erstaunlich geometrischer Bauplan zugrunde. Wie verlaufen die Blattadern? Wie ändert sich die Farbe eines Blütenblatts vom Grund zum Blattrand? usw.. All das regt dazu an, sich sein Objekt so genau anzusehen, wie vielleicht noch keine Blüte zuvor.
Und natürlich gibt es auch Herausforderungen der Darstellung: Wie kann ich Schatten darstellen? …die perspektivische Verkürzung? …die Tiefe eines Blütenkelches? …und wie ermische ich überhaupt diese Farbe?
In einem theoretischen Teil ging es auch um die Aspekte der Blumenmalerei in der Kunst- und Kulturgeschichte. So waren Pflanzenmotive schon immer und in allen Kulturen wesentliches Element von Ornamenten auf Gefäße, Stoffen, in Büchern und in der Architektur.
In ihrer Abschlußarbeit konnten sich die Studierenden ein Thema auswählen, unter dem sie sich zeichnend oder malend mit der Pflanzenwelt beschäftigten. So finden sich in der Ausstellung reine Konturen-Zeichnungen, Darstellungen, die die Geometrie einer Blüte in den Vordergrund stellen, realistische Farbstift-Zeichnungen und Aquarelle, ornamentale Entwürfe, Schmuckblätter für Texte und Gedichte, ein paar Skizzen für Blüten-Kleider und der Versuch, aus Blütenformen ein abstraktes System zu entwickeln.
Einige Teilnehmerinnen sind schon vorher talentierte Zeichner, die sich freuen, sich im Rahmen des Studiums einmal intensiv dieser Tätigkeit widmen zu können. Andere bringen nur ihre Erinnerungen an den Kunstunterricht mit und machen erste Erfahrungen mit dem Zeichnen „vor der Natur“. So spiegelt die Ausstellung auch die Vielfalt unterschiedlicher Begabungen und die Breite dessen, was während eines Semesters an einem Nachmittag pro Woche erarbeitet werden kann.