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... für den Optionalbereich

BLICK. FOTO. SCHNITT. Fotografieren als tägliche Praxis – Analyse und Reflexion. (Montags, 12-15 Uhr)

Momente des Zweifels – Das Dokumentarische in der Fotografie (Mittwochs, 12-15 Uhr)

REAGIEREN – ÜBERZEICHNEN – VERBREITEN – künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum (Block)


Anmeldung:

Präsenzlehre ist wieder möglich! Die Seminare finden vor Ort am MZ oder "hybrid" statt. Alle Infos erhalten die Studierenden per Mail.


Für die Kurse im Optionalbereich erfolgt die Anmeldung nur über CampusOffice bis 03.10.2021 bis 12 Uhr.

Wintersemester 2021/22

Die Sprache der einfachen Dinge in der Zeichnung

In welchem Maße bemerken wir die stillen Existenzen unseres Alltags, seien es Stühle, Tassen, Gläser, etc.? Bei dieser Frage kommen uns zunächst die ‚klassischen‘ Stillleben Arrangements eines Paul Cézanne oder Giorgio Morandi in den Sinn. Jedoch zielt das Seminar auf etwas anderes ab, denn ausgehend von einfachen Objekten erkunden wir hier folgende Fragen: Inwieweit können wir die Bedeutung dieser einfachen Gegenstände zeigen, erhöhen, verändern oder umkehren? Wie können z.B. Stühle ihrer Bedeutung als Sitzgelegenheit enthoben werden? Durch Umdrehen, Stapeln, zeichnerisch in der Luft fliegen lassen? Welche Rolle spielt die Komposition auf dem Blatt Papier oder das Format des Blattes selbst? Können wir sie eventuell in einen ungewohnten, räumlichen Zusammenhang stellen oder lediglich einen Ausschnitt ihrer selbst zeigen?
Welche Sprache sprechen die Dinge also?

Wir gehen diesen Fragen nach, indem wir uns sowohl gründlich mit den Objekten selbst auseinandersetzten und die Gesetzmäßigkeiten ihrer genauen Darstellung untersuchen wie auch verschiedene Mittel der zeichnerischen Darstellung auf unterschiedlichen Formaten erproben. Denn jenseits einer eindeutigen Darstellung des jeweiligen Objektes können die entstehenden Blätter von unserem zeichnerischen Duktus geprägte, freie Impressionen vermitteln.
So oder so – in jedem Fall werden sie unser eigenes Verhältnis zu ihnen spiegeln.

Das Seminar ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Es ist kombinierbar mit „Die Sprache der einfachen Dinge (und ihr Wortgeflüster) in der Malerei.“

freitags von 12:15 – 14:30 Uhr.
Raum: Campus Atelier (MZ) bzw. draußen
Dozentin: Agnes Mrowiec

Anmeldung unter Denise.Winter@rub.de




Die Sprache der einfachen Dinge (und ihr Wortgeflüster) in der Malerei

Mit dem Fokus auf die Farbe selbst gehen wir auch hier, ähnlich wie im Seminar zur Zeichnung, von einfachen Objekten unseres Alltags aus. Es kann daher sowohl aufbauend auf diesem wie auch unabhängig davon belegt werden.

Während es bei der Zeichnung eher um die Frage welche Sprache die einfachen Dinge unseres Alltags sprechen geht, stellen wir uns hier jene nach ihrem Verhältnis zu ihrer Umgebung: Wie kommunizieren diese stillen Existenzen mit ihr? Heben sie sich explizit, als Vordergrund, von ihr ab oder tauchen sie, fast verschwindend, im Hintergrund unter? Beeinflusst die Farbigkeit der Umgebung ihre eigene oder bestehen sie, ganz selbstbewusst, auf ihrer farbigen Eigenständigkeit? Zerteilen sie die Fläche des Blattes Papier eher grafisch in verschiedene Farbfelder, so dass ihr Bezug zur Umgebung auf dem Blatt ‚gekündigt‘ wird und kaum mehr zwischen dem Gegenstand und seiner Umgebung unterschieden werden kann. Oder behaupten sie sich in atmosphärischem Farbrausch?

Farbkompositionen, ob harmonische oder disharmonische, sind genauso ein Anliegen des Seminars wie das Er-mischen feiner Farbnuancen und die genaue farbliche Darstellung des Gegenstandes selbst. Schließlich teilen uns auch die Art und Weise des Farbauftrags und der Gestus des Pinselstriches mit, ob sich die einfachen Dinge, die uns täglich begegnen, mit ihrer Umgebung in Einklang befinden oder nicht. Nicht zuletzt denken wir malerisch darüber nach, wie wir selbst sie eigentlich wahrnehmen und wie wir sie wahrnehmen möchten.


Das Seminar ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Es ist kombinierbar mit „Die Sprache der einfachen Dinge in der Zeichnung“.

freitags von 15:00 – 17:15 Uhr.
Raum: Campus Atelier bzw. draußen
Dozentin: Agnes Mrowiec

Anmeldung unter Denise.Winter@rub.de



BLICK. FOTO. SCHNITT. Fotografieren als tägliche Praxis – Analyse und Reflexion.

Vom Schnappschuss zur durchdachten Fotoserie? Tagebuchaufnahme, Dokumentation, Fiktion, Architektur, Abstraktion oder Portrait: im Seminar besprechen wir u.a. Bildaufbau, Komposition und Dynamik in Fotografien. Wir erproben verschiedene fotografische Techniken zur Steigerung der Bildwirkung, entwerfen Bildkompositionen für Einzelbilder oder Serien mit narrativem Inhalt oder konstruieren Räume für (fiktionale) Portraits. Wir lesen (literarische) Texte und entwickeln fotografische Übersetzungen oder umgekehrt. Das Material Foto steht dabei im Vordergrund: eigenes oder gefundenes, alles ist möglich. Das Ziel des Seminars ist das experimentelle Arbeiten mit den Mitteln der Fotografie, um einzelne Bilder oder Serien zu entwickeln, die in einer Ausstellung oder Publikation präsentiert bzw. publiziert werden können.

In Teil 1 besprechen die Studierenden ihre eigenen oder gefundenen Fotografien. Sie entwickeln und erproben verschiedene Techniken der Themenfindung und Umsetzung, Bildkomposition und Abstraktion in kurzen Übungen. An den Blocktagen werden im Campus Atelier am MZ Arbeitszwischenschritte und fertige Produkte gemeinsam besprochen. (Je nach Corona-Bestimmungen)
Als Inspirationsquellen dienen ihnen in Teil 2 Texte zum Seminarthema, (literarische) Erzählungen, Abbildungen von Installationen, Performances, Fotografien verschiedener Künstler_innen, die wir zu Beginn und im Laufe des Semesters kennen lernen und diskutieren werden.

Ziel des Seminars ist das Experimentieren mit neuen künstlerischen Ausdrucksformen und das Herstellen einer eigenen künstlerischen Arbeit in Form einzelner Fotografien oder Fotoserien.
Teil 1 und Teil 2 müssen kombiniert und können nicht einzeln belegt werden. Beide Teile werden miteinander verschränkt gelehrt.

Montags von 12.00 bis 15.00 Uhr

hybrid: online via Moodle und Online-Konferenzen (Zoom) und vor Ort: Raum MZ 0/10
++ teilweise asynchrones Arbeiten!
zusätzlich mehrere Blocktage

Anmeldung über eCampus bis 03.10.21, 12:00 Uhr



Momente des Zweifels – Das Dokumentarische in der Fotografie

Die Fotografie als Dokument und ihre Rolle als Abbild der Wirklichkeit ist inhaltliche Auseinandersetzung des Seminars. Denn obwohl es längst als Konsens gilt, dass jede Fotografie die grundsätzliche Möglichkeit einer Manipulation in sich birgt, hat sie doch keineswegs ihre Beweis- oder gar Anziehungskraft verloren. Dieses spezifische Paradox im Hinblick auf die Rezeption von Fotografien bildet den Ausgangspunkt für die Fragestellung, welche Möglichkeiten und Potenziale dieser allgegenwärtige Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit bereithält. Welche neuen Bedeutungsebenen eröffnet eine bewusste Inszenierung der Wirklichkeit? Und welche Spannungsfelder und Brüche ergeben sich, wenn die Ungewissheit selbst zum Thema eines Bildes wird?
Im Laufe des Semesters werden wir diese und weitere Fragen nicht nur diskutieren, sondern ihnen auch anhand von praktischen Aufgabenstellungen mit der eigenen Kamera nachgehen. So werden sowohl die Fähigkeiten im Umgang mit der Kamera erweitert als auch der eigene Blick auf fotografische Bilder und ihre Produktionsbedingungen geschärft. Kurze Einführungen in die jeweils erforderlichen technischen Grundlagen sowie das Betrachten und Besprechen wegweisender Werke anderer Fotograf*innen unterstützen die eigenständige Arbeit an den Aufgabenstellungen. Eine gemeinsame Ausstellung zum Abschluss des Kurses im Foyer des Musischen Zentrums soll darüber hinaus die Möglichkeit bieten, auch die Wirkung verschiedener Formate, Präsentationsformen und Bildanordnungen im Raum zu erproben.

Teil 1 und Teil 2 müssen kombiniert und können nicht einzeln belegt werden. Beide Teile werden miteinander verschränkt gelehrt.
Mittwochs von 12.00 bis 15.00 Uhr

Anmeldung über eCampus bis 03.10.21, 12:00 Uhr



REAGIEREN – ÜBERZEICHNEN – VERBREITEN – künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum

Wir befinden uns am Anfang einer Dekade, die schon jetzt die Post-Corona-Zeit oder Postlockdown genannt wird. Künstler:innen waren während des Lockdowns gezwungen, ihre Ausdrucksweisen zu verändern und der Situation anzupassen, um weiterhin sichtbar zu sein. Neben dem digitalen Raum haben einige von ihnen deshalb auch den öffentlichen Raum für sich nutzbar gemacht.
Wie haben sich künstlerische Strategien und Vorgehensweisen im vergangenen Jahr und insbesondere während der Zeit des Lockdowns verändert? Welche Ansätze wurden aus historischen Strömungen wie beispielsweise der „Fluxus-Bewegung“, aus Protestaktionen oder der „Situationistischen Internationale“ entlehnt und neu erprobt? Wie lassen sich diese künstlerischen Strategien für eigene Kunstprojekte produktiv umsetzen? Diesen und anderen Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Austausch, Experiment und Reflexion stehen dabei im Vordergrund. Ziel des Seminars ist die Entwicklung eigener künstlerischer Projekte, die innerhalb der Gruppe besprochen und abschließend online und im Musischen Zentrum präsentiert werden können.
Dieses Seminar ist eine Zusammenarbeit mit einer Seminargruppe der Kunstakademie München. Es wird gemeinsam von der Kunsthistorikerin Samira Yildirim (München) und der Künstlerin Denise Winter (Bochum) geleitet. Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft und Freude an universitätsübergreifender Gruppenarbeit und dem Austausch über die eigene und die Arbeit der anderen. Das Seminar wird in Blöcken teils online via Zoom und sobald es möglich ist auch mit den Bochumer Studierenden vor Ort im Atelier des Musischen Zentrum stattfinden.

In Teil 1 konzipieren und besprechen die Studierenden eigene Experimente im öffentlichen Raum. Sie entwickeln und erproben verschiedene Techniken der Themenfindung und Umsetzung. An den Blocktagen im Atelier des MZ werden Arbeitszwischenschritte und fertige Projekte gemeinsam besprochen. (Je nach Corona-Bestimmungen)
Als Inspirationsquellen dienen ihnen in Teil 2 Texte zum Seminarthema, (literarische) Erzählungen, Abbildungen von Installationen, Performances, Fotografien verschiedener Künstler:innen, die wir zu Beginn und im Laufe des Semesters kennen lernen und diskutieren werden.
Ziel des Seminars ist das Experimentieren mit neuen künstlerischen Ausdrucksformen und das Herstellen einer eigenen künstlerischen Arbeit
.
Teil 1 und Teil 2 müssen kombiniert und können nicht einzeln belegt werden. Beide Teile werden miteinander verschränkt gelehrt.
Blockveranstaltungen: meist Freitag und Samstag (wird beim ersten Treffen am 22.10. via Zoom bekannt gegeben)

hybrid: online via Moodle und Online-Konferenzen (Zoom) und vor Ort: Atelier (MZ 0/18)

++ teilweise asynchrones Arbeiten

Anmeldung über eCampus bis 03.10.21, 12:00 Uhr