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... für den Optionalbereich

TALKING HEADS? Ein video-performatives Experiment

Spaziergang als Methode, Ritual und Freiraum

BLICK. FOTO. SCHNITT. Fotografieren als tägliche Praxis – Analyse und Reflexion.


Anmeldung:

Aufgrund der aktuellen Lage haben wir Online-Seminare konzipiert. Sollte sich die Situation verändern und Präsenzlehre wieder möglich sein, werden wir hier entsprechend informieren.


Für die Kurse im Optionalbereich erfolgt die Anmeldung nur über CampusOffice vom 15.3.2021 bis 5.4.2021 bis 12 Uhr.

Sommersemester 2021

EXPERIMENTELLES ZEICHNEN. Einführung in die Möglichkeiten der Zeichnung

Wir nähern uns dem Experiment Zeichnung von verschiedenen Seiten und auf spielerische Weise an, indem wir das tun, was einem Experiment eigen ist: Ausprobieren. Diese Annäherung kann erst mal ganz ‚klassisch‘ von der Anschauung einfacher Objekte und der Schatten, die sie werfen, ausgehen. Seien diese geometrisch oder Fragmente aus der Natur, wir skizzieren sie mit Kohle, Kreide, Bleistift oder Tusche, mit Pinsel, Finger, Lappen und anderen Gegenständen, die somit ihrer eigentlichen Funktion enthoben werden. Oder wir fangen genau entgegengesetzt an, indem wir, mal mit Schwung und Kraft, mal zart und bedächtig, Zeichen in Form von Linienbündeln oder Flächen auf das Blatt setzten. Eventuell ‚schleicht‘ sich der vorher beobachtete Gegenstand unerwartet und fast wie von selbst in die Zeichnung ein, ergänzt und variiert ihn auf freie und assoziative Weise oder wir verfolgen von vornherein ganz andere Ziele.
Dass jede Zeichnung aus mit der Hand vollführten Linien, Flecken, Flächen und ihren Mischformen besteht, scheint uns selbstverständlich zu sein. Doch kann eine Linie auch anders entstehen? Indem Blätter z.B. eingeschnitten, gefaltet oder geknickt, collagiert und übereinandergelegt werden? Kann eine Zeichnung gar ihrer Zweidimensionalität enthoben werden?
Was ist eine Zeichnung? Im Kurs begeben wir uns auf die Suche nach ihren Möglichkeiten und erproben, wie man den ‚Namen der Dinge vergisst‘.

Ziel: Es werden sowohl einfache aber grundlegende Weisen der Übertragung von Gesehenem auf ein Blatt Papier, wie auch Möglichkeiten des freien Umgangs mit verschiedenen Materialien vermittelt. Sie dienen den Studierenden als Voraussetzung und Anregung für eigene zeichnerische Kompositionen. Ergänzend werden verschiedene künstlerische Positionen vorgestellt und somit der Blick, auf das, was Zeichnung sein kann, erweitert.

Dieser Kurs ist kombinierbar mit dem Kurs: „figurativ oder abstrakt. Malerei ‚plein air‘ auf kleinem Format“

freitags von 15:00 – 17:15 Uhr.
Raum: Campus Atelier (MZ) bzw. draußen
Dozentin: Agnes Mrowiec

Anmeldung unter Denise.Winter@rub.de




figurativ oder abstrakt. MALEREI ‚PLEIN AIR‘ AUF KLEINEM FORMAT

Im Kurs richten wir den persönlichen Blick auf Dinge, die uns gerade umgeben – ob in der Natur oder im gebauten Raum. Aus diesen Beobachtungen entwickeln wir malerische Studien. Den Fragen, die zwangsläufig auftauchen: wie und was wähle ich überhaupt aus, was zieht meine Aufmerksamkeit auf sich, was interessiert mich – begegnen wir nicht theoretisch, sondern indem wir sie sofort in ersten Skizzen umwandelnd, provisorisch beantworten. Hier schlagen wir verschiedene Wege ein. Es können zunächst schnelle, einfache Kohleskizzen entstehen, die mögliche Kompositionen klären, also vor-planen, was malerisch umgesetzt werden soll. Oder wir nutzen improvisierend die Farbskizze, um zu beginnen und eventuell die Richtigkeit der Wiedergabe zunächst zu vernachlässigen. In beiden Ansätzen stecken Möglichkeiten, sowohl zu einer naturgetreuen Malerei wie auch zu malerischen Abstraktionen zu gelangen.

Der Fokus des Kurses liegt darauf, den Umgang mit Farbe zu erkunden.
Ein Blau z.B., ist nicht das Blau. Eine Farbe kann dünn und lasierend oder pastos aufgetragen werden, mit Pinsel, Lappen oder Spachtel. Wir lernen, die Nuancen der einzelnen Farbtöne zu sehen wie auch zu ermischen, und lassen uns dabei auf die Materialität der Farbe und auf die Möglichkeiten des jeweiligen Auftragsmittels ein.
Die so entstehenden Blätter, spiegeln uns letztlich einen individuellen Blick, eine individuelle Wahrnehmung unserer farbigen Umwelt.


Dieser Kurs ist kombinierbar mit dem Kurs: „EXPERIMENTELLES ZEICHNEN. Einführung in die Möglichkeiten der Zeichnung“

freitags von 12:15 – 14:30 Uhr.
Raum: Campus Atelier bzw. draußen
Dozentin: Agnes Mrowiec

Anmeldung unter Denise.Winter@rub.de



Spaziergang als Methode, Ritual und Freiraum

„Der Gang zu Fuß als ästhetisches Projekt und poetisches Konzept widersetzt sich der Beschleunigung des Lebenstempos.“ Das schreibt Paolo Bianchi im Kunstforum. Mittlerweile erwirkt ein Virus Ausgangsbeschränkungen, verändert die Choreografie des Alltags und beeinflusst das Gehen. Poetische, funktionale oder profane Aspekte ändern sich, das Bewusstsein sowieso. Die eigenen vier Wände werden zu Quarantäneräumen, Flure und Zimmer werden allein abgeschritten. Eine ganze Reihe alltäglicher Rituale entstehen durch längere Online-Präsenzen oder veränderte Vorgaben für das Verhalten im öffentlichen und privaten Raum.
Das Seminar geht dem nach: Spaziergänge allein ums Haus, entlang bekannter Straßen oder in der eigenen Wohnung lassen Veränderungen unserer Umgebung anders wahrnehmen.
In Teil 1 sammeln die Studierenden während ausgedehnter Spaziergänge und in ihrem Alltag alles was ihnen im Bezug zum Thema begegnet. Sie dokumentieren mit der Kamera, dem Diktiergerät oder/und dem Smartphone, fotografieren, nehmen Klänge auf, filmen, zeichnen, schreiben kleine Texte oder Gedichte, halten die Bilder und Gedanken fest, die im Kopf entstehen. Gemeinsam analysieren wir das Material. Was ist hier gewohnt, was neu, was Methode, was Aufforderung, was Ritual? Was eignet sich als Ausgangspunkt für eine neue Arbeit, was nicht? Und welche Form könnte sie haben, welches Medium? Wir experimentieren, bringen unsere „Fundstücke“ in den Raum oder tragen die Überlegungen vor.
Als weitere Inspirationsquellen dienen ihnen in Teil 2 Texte zum Thema "Spaziergang als Methode, Ritual und Freiraum ", Erzählungen, Abbildungen von Installationen, Performances, Objekte verschiedener Künstler_innen, die wir im Laufe des Semesters kennen lernen und diskutieren werden.
Ziel des Seminars ist das Experimentieren mit neuen künstlerischen Ausdrucksformen, insbesondere ihrem Aufforderungscharakter, und das Herstellen einer eigenen künstlerischen Arbeit. Die Form ist nicht vorgegeben, angedacht ist jedoch ein editorischer Rahmen, der die Ergebnisse zusammenfasst.
Das Seminar wird geleitet von Johannes Stahl (Kunsthistoriker) und Denise Winter (Künstlerin)

Donnerstags von 17.00 bis 20.00 Uhr

Praktische Arbeit: Spaziergänge und Experimente. Übungen in Praxis und Konzept als individuelle Arbeit, Vorlage der Ergebnisse im Plenum
Theoretische Arbeit: Kennenlernen von Texten und Künstler_innen zum Thema "Spaziergang als Methode, Ritual und Freiraum ". Theorie. Analyse. Gemeinsames Lesen/Besprechen von Texten.

online via Moodle und Online-Konferenzen und ggf. vor Ort: Raum MZ 0/10
++ teilweise asynchrones Arbeiten!
zusätzlich mehrere Blocktage

Anmeldung über eCampus vom 15.03. bis 5.04.21, 12:00 Uhr



TALKING HEADS? ein video-performatives Experiment

Wir experimentieren im digitalen Raum, in unseren Zoom-Kapseln, und entwickeln verschiedene künstlerische Konzepte zu unserem digitalen Ich, die wir in einem späteren Schritt im öffentlichen, physisch erfahrbaren Raum überprüfen. Wir arbeiten also erneut mit dem Video-Konferenzprogramm „Zoom“, machen es aber zu unserer Performance Plattform. Dabei entdecken wir sowohl den digitalen Raum, das Framing, als auch unseren privaten Raum neu: Wir inszenieren unsere privaten Räume und entwickeln (fiktive) Selbst-Portraits mithilfe von physischen Objekten oder digitalen, von uns produzierten Hintergründen. Wir arbeiten mit unserem eigenen Körper und unseren Ideen.
Wie können wir selbst, unsere Körper oder Objekte inszenieren? Welche Magie hat der Zustand entrückter Realität? Welche Ausdrucksformen erfordert dieser?
Wir möchten mit euch aus dem Zoom-Raum hinaus in den öffentlichen Raum oder das Atelier gehen. Wir lassen uns inspirieren von Performance-, Objekt- und Videokünstler_innen, lernen deren Ansätze kennen und finden heraus wie ihre künstlerische Arbeit unsere Ideen beeinflussen werden. Wir arbeiten mit unseren Smartphones oder digitalen Kameras und produzieren Bilder, Videomaterial und schneiden kleine Clips. Wir arbeiten mit analogem Material wie z.B. Stoff, Pappe oder Papier und bauen daraus Objekte, Staffagen oder Kostüme. Wir schreiben und lesen Texte. Den Prozess des Übergangs vom digitalen zum physischen Raum halten wir fest in Form von Video, Sound, Text, Objektgestaltung und Körperwahrnehmung. Das Endergebnis ist offen, es entstehen vielleicht einzelne Videoportraits oder eine gemeinsame Live Performance oder alles zusammen. Wir freuen uns und sind gespannt auf das Experiment und die gemeinsame Reise mit euch!
Technische Vorkenntnisse müssen nicht vorhanden sein.
Das Seminar wird geleitet von Julia Franken (Kamerafrau) und Denise Winter (Bildende Künstlerin)
Montags von 17.00 bis 20.00 Uhr

Praktische Arbeit: Zoom-Experimente. Praxis. Konzept. Übung.
Theoretische Arbeit: Kennenlernen von Texten und Künstler_innen zum Thema (Video-) Performance, Skulptur und Literatur Theorie. Analyse. Gemeinsames Lesen/Besprechen von Texten.

online via Moodle und Online-Konferenzen und ggf. vor Ort: Atelier (MZ 0/18)
++ Blocktage nach Absprache
+++ Künstlerinnengeapräch mit Elisabeth Rosenthal am 17.5. / 18.00 bis 20.00 Uhr via zoom

Anmeldung über eCampus vom 15.03. bis 5.04.21, 12:00 Uhr



BLICK. FOTO. SCHNITT. Fotografieren als tägliche Praxis – Analyse und Reflexion.

Vom Schnappschuss zur durchdachten Fotoserie? Tagebuchaufnahme, Dokumentation, Fiktion, Architektur, Abstraktion oder Portrait: im Seminar besprechen wir u.a. Bildaufbau, Komposition und Dynamik in Fotografien. Wir erproben verschiedene fotografische Techniken zur Steigerung der Bildwirkung, entwerfen Bildkompositionen für Einzelbilder oder Serien mit narrativem Inhalt oder konstruieren Räume für (fiktionale) Portraits. Wir lesen (literarische) Texte und entwickeln fotografische Übersetzungen oder umgekehrt. Das Material Foto steht dabei im Vordergrund: eigenes oder gefundenes, alles ist möglich. Das Ziel des Seminars ist das experimentelle Arbeiten mit den Mitteln der Fotografie, um einzelne Bilder oder Serien zu entwickeln, die in einer Ausstellung oder Publikation präsentiert bzw. publiziert werden können.
In Teil 1 besprechen die Studierenden ihre eigenen oder gefundenen Fotografien. Sie entwickeln und erproben verschiedene Techniken der Themenfindung und Umsetzung, Bildkomposition und Abstraktion in kurzen Übungen. An den Blocktagen werden im Campus Atelier am MZ Arbeitszwischenschritte und fertige Produkte gemeinsam besprochen. (Je nach Corona-Bestimmungen)
Als Inspirationsquellen dienen ihnen in Teil 2 Texte zum Seminarthema, (literarische) Erzählungen, Abbildungen von Installationen, Performances, Fotografien verschiedener Künstler_innen, die wir zu Beginn und im Laufe des Semesters kennen lernen und diskutieren werden.
Ziel des Seminars ist das Experimentieren mit neuen künstlerischen Ausdrucksformen und das Herstellen einer eigenen künstlerischen Arbeit in Form einzelner Fotografien oder Fotoserien.
Montags von 10.00 bis 13.00 Uhr

Praktische Arbeit: fotografische Experimente. Praxis. Konzept. Übung.
Theoretische Arbeit: Kennenlernen von Texten und Künstler_innen zum Thema Fotografie Theorie. Analyse. Gemeinsames Lesen/Besprechen von Texten.

online via Moodle und Online-Konferenzen und ggf. vor Ort: Atelier (MZ 0/18)

++ teilweise asynchrones Arbeiten
Zusätzlich einige Blocktage nach Absprache

Anmeldung über eCampus vom 15.03. bis 5.04.21, 12:00 Uhr